Kaffee: Die perfekte Verbindung von Genuss und Gesundheit

Gesundheit, Kaffee

Kaffee ist für viele Menschen täglicher Begleiter bei der Arbeit und in der Freizeit. Lange wurde der Genuss dieses Lieblingsgetränks durch Meldungen über seine Risiken getrübt. Neue Studien weisen jedoch auf die Gesundheitsvorteile des Kaffees hin. Der beliebte Wachmacher erlebt eine Rehabilitation.

Er trocknet den Körper aus. Er erhöht den Bluthochdruck. Er macht nervös und reizbar. Diese unangezweifelten Aussagen über den Kaffee verurteilten ihn in den Augen von Medizinern und Laien lange als Gesundheitsrisiko. Wenn ein Patient rauchte, Alkohol konsumierte und sich unausgewogen ernährte, wurde der Kaffeegenuss automatisch den Ursachen seines schlechten Allgemeinzustandes hinzugerechnet. Erst in den letzten Jahren haben sich ernstzunehmende Studien mit den Inhaltsstoffen des Kaffees und ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus beschäftigt. Das Ergebnis ist beeindruckend, denn es wurden über 1000 Substanzen in dem schwarzen Muntermacher gefunden, von denen nur ein Teil chemisch entschlüsselt werden konnte. Kaffee ist ein Mysterium, aber ein gesundes: So lautet das Credo aus dem bisherigen Stand der Forschung.

So viel Gutes steckt in einer Tasse Kaffee

Sollten Sie bisher Ihren Kaffee mit vagen Schuldgefühlen getrunken haben, können Sie Ihre Tasse ab sofort mit neuem Selbstbewusstsein an die Lippen setzen. Denn Sie unterstützen Ihre Gesundheit Schluck für Schluck mit komplexen Inhaltsstoffen. Hier eine Übersicht:

  • Koffein: Die bekannteste Substanz im Kaffee, ein mächtiger Verbündeter im Kampf gegen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Auch gut gegen Demenz, Depressionen und für die Fettverbrennung.
  • Mineralstoffe: Mit einer Tasse Kaffee (150 ml) nehmen Sie 100 mg Kalium auf. Das Heissgetränk trägt also kräftig zum Tagesbedarf (4.000 mg) bei. Außerdem sind im Kaffee Magnesium, Calcium, Natrium, Schwefel, Phosphor und Chlorid enthalten.
  • Vitamine: Kaffeetrinker dürfen sich über eine gute Versorgung mit Vitamin B freuen. Besonders deutlich vertreten ist das Niacin – Vitamin B3, das am Neurotransmitter-Aufbau im Gehirn, zum Beispiel dem Serotonin, beteiligt ist.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Eine Gruppe von Substanzen, die für die gesunde Wirkung des Kaffees besonders ausschlaggebend ist. Etwas 80 Säuren sind bisher nachgewiesen worden, mit Schwerpunkt auf den Chlorogensäuren. Diese zählen zusammen mit der Kaffeesäure zu den Polyphenolen: Das sind Antioxidantien, die den Organismus vor Angriffen und Zellveränderungen schützen.
  • Aromastoffe: Über 800 solcher Stoffe komponieren Duft und Geschmack des Lieblingsgetränks. Viele von ihnen sind noch nicht einmal spezifiziert worden. Darum wird es wohl noch etwas dauern, bis Kaffeegeschmack überzeugend nachgeahmt werden kann.
  • Kohlenhydrate, Proteine, Lipide: Proteine und Kohlenhydrate werden beim Rösten nahezu vollständig umgebaut. Lipide (Fettstoffe) sind wasserunlöslich und demnach in Filterkaffee kaum zu finden. Beim Espresso sind sie für die begehrte Crema zuständig.

Antioxidantien: Bündnispartner im Kampf gegen Krankheiten

Sauerstoff kann in Ihrem Körper aggressive Verbindungen eingehen, die Ihre Zellen angreifen. Diese Verbindungen werden Freie Radikale genannt. Antioxidantien fangen Freie Radikale ab und halten dadurch Ihre Zellen gesund. Die ausreichende Zufuhr natürlicher Antioxidantien ist also ein wichtiger Ernährungsgrundstein. Und hier kann der Kaffee mit zwei Inhaltsstoffen punkten: Der Chlorogensäure und der Kaffeesäure, die beide zu den Polyphenolen zählen. Chlorogensäure ist ein starkes Antioxidans. Ausserdem verlangsamt sie die Glucoseaufnahme und senkt den Blutdruck. Kaffeesäure kommt in vielen Pflanzen vor, besonders aber in der Kaffeebohne. Auch die Kaffeesäure wirkt antioxidativ und inaktiviert zahlreiche potentiell krebserregende Stoffe. Ausserdem kann sie das Risiko für Magenkarzinome senken.

Die schützende Kraft des Kaffees

Im Rahmen der Rehabilitation des Kaffees sind in den letzten Jahren viele Studien veröffentlicht worden. Die Fragestellung war jeweils: Kann ein Getränk, dem ein allgemeiner gesundheitlicher Nutzen zugeschrieben wird, im Falle eines besonderen Krankheitsbildes positiven Einfluss haben?

Brustkrebs

Antioxidantien sind mächtige Bündnispartner des Körpers im Kampf gegen die Entstehung von Krebs. Auf dieser Grundlage und weil Kaffee viele dieser nützlichen Abwehrstoffe enthält hat das Karolinska Institut in Stockholm 6.000 Schwedinnen zum Thema Brustkrebs und Kaffeekonsum befragt. Das Ergebnis: Frauen, die mehr als fünf Tassen täglich tranken, erkrankten zu 20 Prozent seltener als Probandinnen, die nur einen Tasse am Tag oder gar keinen Kaffee zu sich nahmen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift ‚Breast Cancer Research‘ veröffentlicht (https://breast-cancer-research.biomedcentral.com/articles/10.1186/bcr2879).

Prostatakrebs

Wissenschaftler der Harvard Medical School werteten eine Langzeitstudie aus, die innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren 50.000 Männer im Vierjahresrhythmus auf Prostatakrebs untersuchte. Dabei waren auch die Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer unter die Lupe genommen worden. Kaffeetrinker mit mehr als sechs Tassen täglich wiesen ein 60 Prozent niedrigeres Erkrankungsrisiko gegenüber den Kaffeeabstinenzlern auf. Dabei spielte es keine Rolle, ob der konsumierte Kaffee Koffein beinhaltete oder nicht – ein Hinweis auf den Wirkkomplex der Antioxidantien (https://academic.oup.com/jnci/article/103/11/876/2516503).

Diabetes

Kaffee ist ein starker Bündnispartner gegen Diabetes. Eine klassische Untersuchung zum diesem Thema ist die Hoorn-Studie, die bereits 2002 auf den Zusammenhang zwischen Kaffeetrinken und Schutz vor Typ-2-Diabetes hingewiesen hat (https://www.diabeteszorgsysteem.nl/hoorn-studiedirect-studie/). Mehr als 17.000 Personen wurden über mehrere Jahre unter dem Aspekt Diabetes und Kaffeekonsum beobachtet. Ergebnis: Menschen, die mehr als sieben Tassen Kaffee täglich tranken, besaßen das geringste, nämlich ein halbiertes Diabetes-Risiko . Die Substanzen im Kaffee haben einen positiven Einfluss auf den Glukosehaushalt und können den Übergang vom Metabolischen Syndrom in den Diabetes verzögern.

Arteriosklerose, Koronare Herzkrankheit

Schutz gegen Arteriosklerose und die koronare Herzkrankheit durch Kaffeetrinken? Dieser Zusammenhang erscheint nach allen Warnungen vor den Gefahren des Koffeins für das Herz-Kreislauf-System als unwahrscheinlich. Und dennoch belegen Studien, dass Kaffee auch hier schützt und hilft. Berühmt ist die Framingham Heart Study, die zehn Jahre lang eine ganze Kleinstadt zum Thema Herz und Ernährung untersuchte (https://www.britannica.com/event/Framingham-Heart-Studay). Das Ergebnis: Eine um 43 Prozent niedrigere Herz-Kreislauf-Mortalität von moderaten Kaffeetrinkern (bis vier Tassen täglich) gegenüber Nicht-Kaffeetrinkern. Die reichlich vorhandenen Polyphenole scheinen in Verbindung mit Koffein vor oxidativem Stress und Arteriosklerose zu schützen.

Auf die Dosis kommt es an

Kaffee vertreibt Depressionen. Kaffee ist gut für die Leber. Kaffee schützt zusammen mit Bewegung und gesunder Ernährung vor Alzheimer. Zu den zahlreichen Gesundheitsanwendungen des beliebten Heißgetränks gibt es eine Vielzahl neuerer Studien, die das Gesundheitspotenzial aus der Kaffeebohne belegen. Allerdings kommt es wie bei allem im Leben auf das Mass an. Zwar zieht eine aktuelle Untersuchung der renommierten Queen Mary University den Schluss, dass der Konsum von 25 Tassen Kaffee unbedenklich sei – aber zur Regel sollte ein solcher Maximalverbrauch wohl nicht gemacht werden. Die University of South Australia hat der Grenze des gesunden Kaffeekonsums eine umfassende Untersuchung gewidmet (https://academic.oup.com/ajcn/article-abstract/109/3/509/5369955?redirectedFrom=fulltext). Ausgewertet wurden die Daten von über 340.000 Personen. Es ist unbestritten, dass Koffein und erhöhter Blutdruck – und damit das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung – zusammenhängen. Die veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass bis sechs Tassen Kaffee pro Tag nicht nur unbedenklich sind, sondern sogar das Herz-Kreislauf-System schützen. Ab jeder weiteren Tasse steigt das Erkrankungsrisiko.

Für Schwangere gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klare Regeln heraus: 300 mg Koffein maximal, also drei Tassen Kaffee täglich. Für Kinder und Jugendliche gelten noch striktere Grenzempfehlungen. Unter 14 Jahren sollte gar kein Kaffee getrunken werden. Die Faustregel für die Mengenberechnung lautet: 3 mg Koffein pro 1 kg Körpergewicht. Damit kommt ein 50 Kilogramm schwerer Jugendlicher auf eine erlaubte Menge von anderthalb Tassen Kaffee pro Tag (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/koffein-die-dosis-machts-1649340).

Fazit

Sollten Sie zu den Kaffeeliebhabern gehören, die ihre Tasse bisher mit einer kleinen Portion Schuldbewusstsein an die Lippen gesetzt haben, dürfen Sie in Zukunft aufatmen – denn alle Studien deuten auf die Unbedenklichkeit des Kaffeegenusses bis zur sechsten Tasse täglich hin. Ab sofort dürfen Sie Ihren Filterkaffee oder Espresso sogar mit besonders gutem Gewissen zubereiten: Die zahlreichen neuen Untersuchungen zur Wirkung des Kaffees haben zahlreiche Gesundheitswirkungen des europäischen Lieblingsgetränks untermauert. Geniessen und seinem Körper etwas Gutes tun: Diese Kombination gelingt am besten mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee. Unsere Empfehlung ist ORAIO BLACK, er ist weder zu stark noch zu schwach.

Gesundheit, Kaffee

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